Philipp Fertbauer

Philipp Fertbauer_Laterndluhr_Wien

Einer der bedeutendsten Hersteller astronomischer Laterndluhren war der schon zu Lebzeiten bekannte Großuhrmacher Philipp (Franz) Fertbauer, der am 20.2.1763 als Sohn des Schlossers Johann Michael Fertbauer und der Sophie Lehmann in Wien Neubau geboren wurde. Über seine Ausbildung ist uns wenig bekannt, allerdings dürfte er spätestens 1795, mit etwa 32 Jahren, Großuhrmachermeister geworden sein. Im selben Jahr, am 16.8.1795, heiratete er die 22-jährige Maria Anna Lieb, Tochter des Emailleurs Leopold Lieb und der Dorothea Habermann. Sein damaliger Wohnort war die Strauchgasse 206 (heute in etwa Strauchgasse 1) bei der Freyung in der Wiener Innenstadt. Nach 1810 zog die Familie dann in eine Wohnung in der Herrengasse 257 (heute Herrengasse 12), nur wenige Meter von der alten Adresse entfernt. Philipp und Maria Anna hatten fünf Kindern, von denen vier das Kindesalter überlebten, wobei jedoch keiner der zwei Söhne dem Vater als Uhrmacher nachfolgte; einer davon, Leopold (1802-1875), wurde später ein bekannter Porträt-, Landschafts- und Genremaler sowie „Direktions-Adjunkt“ der fürstlichen Gemäldegalerie Liechtenstein. Von 1795 bis 1815 war Philipp Fertbauer Mitglied der Uhrmacherzunft und ab 1804 auch eine Zeit lang deren Obervorsteher. Am 7.6.1820 verstarb der berühmte Uhrmachermeister unter bescheidenen Verhältnissen in seiner Wohnung in der Herrengasse 257 und wurde am Währinger Friedhof bei der Kirche St. Laurenz bestattet.

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