Dachluhren

Wir sind spezialisiert auf Antike Uhren und setzen dabei
auf namhafte Großuhrmachermeister aus der Zeit des Biedermeier.

Dachluhren

Wie bei den Laterndluhren auch, ist der Terminus „Dachluhr“ zur Zeit der Fertigung der Uhren historisch nicht nachweisbar, die Pendeluhren wurden je nach technischer Ausführung mit „Wanduhr“, „astronomische Uhr“ oder schlicht „Pendluhr, Pendiluhr“ bezeichnet, Uhren mit Jahresgangdauer finden sich in den Anzeigen der Wiener Zeitung im Biedermeier als „Jahresuhr“ angepriesen und beschrieben.

Dieser in der Gehäuseform vereinfachte Uhrentypus wurde erst ab 1830 gefertigt und veränderte seine schlichte ausgewogenes Aussehen zur Mitte des 19. Jahrhunderts mit Beginn des Frühhistorismus stilistisch.

Die Gehäuse weisen ab 1845 wie Einrichtungsgegenstände auch geschnitzte Aufsätze, Kapitelle und Ornamentik verschiedener Art auf.

Die verwendeten Furnierhölzer sind wie bei Laterndluhren Mahagonifurnier, Nussholz und vereinzelt Kirschholz. Josef Elsner der seine Werke bis auf einige Ausnahmen mit 8 Tagen Gangddauer und Huygenschen Aufzug konzipiert hat, beauftragte seinen Uhrgehäusetischler zumeist das heimische Nussholz als Furnierholz zu verwenden.

Die Werkausführungen und Pendel von Dachluhren sind wie für alle Pendeluhren gültig unterschiedlich und können bis zu 180 cm Gesamtlänge betragen eine Gangdauer bis zu ein Jahr aufweisen.

Die Präzision der Uhrwerke ist zum Teil so hoch, dass die Abweichung der Ganggenauigkeit bei feinen Werkausführungen unde entsprechender Wartung auch heute noch maximal eine Sekunde am Tag beträgt.

Aufwendige Uhrwerke sind sehr selten, Ignaz Marenzeller hat aber einen Regulator in Form einer großen Dachluhr mit astronomischen Anzeigen aus der Mitte, Schlagwerk und 8 Endlosaufzügen gefertigt und mit Sekundenpendel versehen. Die Uhr befindet sich in der Uhrensammlung „Dum hodin“ in Karlštejn in Tschechien.